Amateurfunk Grundausstattung: Welche Funkgeräte und welches Zubehör brauchst du?
Wer mit Amateurfunk beginnt, steht schnell vor einer großen Auswahl: Handfunkgeräte, Mobilfunkgeräte, Kurzwellentransceiver, Antennen, Netzteile, Kabel und Messgeräte. Doch was gehört wirklich zur Amateurfunk Grundausstattung?
Die Antwort hängt vor allem davon ab, welche Lizenzklasse du besitzt, auf welchen Frequenzen du funken möchtest und ob du überwiegend unterwegs oder von zu Hause aktiv sein willst.
Für erste Kontakte auf 2 m und 70 cm kann bereits ein Handfunkgerät mit Akku und Antenne ausreichen. Eine feste Heimstation benötigt dagegen zusätzlich eine geeignete Stromversorgung und Antennenanlage. Wer auf Kurzwelle arbeiten möchte, muss außerdem die verfügbaren Bänder, Betriebsarten und Platzverhältnisse berücksichtigen.
Dieser Ratgeber zeigt, welches Amateurfunkgerät sich für unterschiedliche Einstiegssituationen eignet, welche Ausstattung wirklich notwendig ist und welche Anschaffungen zunächst warten können.
Inhaltsverzeichnis
Welche Amateurfunk Grundausstattung ist wirklich notwendig?
Eine Amateurfunkstation muss nicht aus zahlreichen Einzelgeräten bestehen. Entscheidend ist, welche Betriebsart und welche Frequenzbereiche du tatsächlich nutzen möchtest.
Im einfachsten Fall besteht die komplette Station aus einem Handfunkgerät mit Akku und Antenne. Bei einem Mobil- oder Stationsfunkgerät kommen dagegen Stromversorgung, externe Antenne und die dazugehörige Verkabelung hinzu.
| Ausstattung | Handfunkgerät | UKW-Heimstation | KW-Heimstation |
|---|---|---|---|
| Funkgerät | notwendig | notwendig | notwendig |
| Antenne | meist enthalten | notwendig | notwendig |
| Stromversorgung | Akku meist enthalten | notwendig | notwendig |
| Koaxialkabel | normalerweise nicht | notwendig | notwendig |
| SWR-Messmöglichkeit | zunächst nicht notwendig | sinnvoll | sinnvoll |
| Antennentuner | unnötig | meist unnötig | abhängig von der Antenne |
| Computer | optional | optional | optional |
| Antennenanalysator | unnötig | optional | optional |
| Lötstation | unnötig | optional | optional |
Die Tabelle beschreibt typische Einsteigerstationen. Je nach vorhandener Infrastruktur und Antennenkonzept können einzelne Komponenten entfallen.
Entscheidend ist: Kaufe nicht vorsorglich Zubehör, dessen Funktion du noch gar nicht benötigst.
Welches Funkgerät eignet sich für Einsteiger?
Das Funkgerät bildet das Zentrum der Amateurfunkstation. Für Anfänger ist jedoch nicht das Gerät mit den meisten Funktionen automatisch die beste Wahl.
Wichtiger sind:
- die erlaubten und gewünschten Frequenzbereiche,
- die benötigten Betriebsarten,
- eine verständliche Bedienung,
- die Antennenmöglichkeiten am eigenen Standort,
- und das verfügbare Budget.
Grundsätzlich lassen sich für den Einstieg Handfunkgeräte, Mobilfunkgeräte und größere Stations- beziehungsweise Allmode-Transceiver unterscheiden.
Handfunkgeräte für 2 m und 70 cm
Ein Handfunkgerät ist für viele Funkamateure der unkomplizierteste Einstieg. Akku und Antenne gehören normalerweise bereits zur Grundausstattung des Geräts.
Damit lassen sich direkte lokale Funkkontakte führen und erreichbare Relaisstationen nutzen. Außerdem eignen sich Handfunkgeräte gut für Portabelbetrieb und Vereinsaktivitäten.
Zwei mögliche Geräte sind das Yaesu FT-65E und das Icom IC-T10.
Yaesu FT-65E
Das Yaesu FT-65E ist ein analoges FM-Dualband-Handfunkgerät für 2 m und 70 cm. Die europäische Ausführung sendet von 144 bis 146 MHz und von 430 bis 440 MHz.
Die Senderleistung lässt sich auf 5 W, 2,5 W oder 0,5 W einstellen. Das Gerät wird mit einer 7,4-V-Li-Ionen-Stromversorgung betrieben; zum dokumentierten Lieferumfang gehören unter anderem Antenne, 1.950-mAh-Akku und Ladezubehör.
Das Gehäuse entspricht IP54.
Einordnung: Das FT-65E ist interessant für Einsteiger, die zunächst klassischen analogen FM-Betrieb auf 2 m und 70 cm nutzen möchten. Digitale Sprachbetriebsarten stehen dabei nicht im Mittelpunkt.
Icom IC-T10
Auch das Icom IC-T10 ist ein analoges Dualband-Handfunkgerät für 2 m und 70 cm.
Die europäische Ausführung unterstützt den Sendebetrieb auf 144 bis 146 MHz und 430 bis 440 MHz. Die Senderleistung lässt sich auf 5 W, 2,5 W oder 0,5 W einstellen.
Das Gerät besitzt die Schutzart IP67. Icom gibt außerdem eine maximale Audioleistung des internen Lautsprechers von 1.500 mW an.
Einordnung: Das IC-T10 eignet sich insbesondere für Nutzer, denen Robustheit und ein stärker gegen Staub und Wasser geschütztes Gehäuse wichtig sind.
FT-65E oder IC-T10?
Beide Geräte erfüllen einen ähnlichen Grundzweck: analogen FM-Betrieb auf 2 m und 70 cm.
Für die Kaufentscheidung sind deshalb weniger zusätzliche Funktionen als persönliche Anforderungen entscheidend.
Wer einen preisbewussten Einstieg sucht, kann das FT-65E in Betracht ziehen. Wer besonderen Wert auf ein robustes Gehäuse mit IP67 legt, findet mit dem IC-T10 eine Alternative.
Ein digitales Handfunkgerät ist für den Einstieg nicht automatisch erforderlich.
Mobilfunkgeräte für Fahrzeug und Heimstation
Mobilfunkgeräte werden nicht nur im Auto eingesetzt. Sie lassen sich auch als Funkgerät einer festen UKW-Heimstation verwenden.
Gegenüber einem Handfunkgerät bieten sie meist eine höhere maximale Senderleistung und sind für den Anschluss externer Antennen vorgesehen.
Dafür benötigen sie normalerweise eine externe Gleichstromversorgung.
Zwei mögliche Geräte sind das Yaesu FTM-150EASP und das Icom IC-2730E.
Yaesu FTM-150EASP
Das Yaesu FTM-150EASP ist ein aktuelles analoges FM-Dualband-Mobilfunkgerät für 2 m und 70 cm.
Für die europäische Version nennt Yaesu eine maximale Ausgangsleistung von 55 W auf 144 MHz und 50 W auf 430 MHz. Zusätzlich stehen Leistungsstufen von 25 W und 5 W zur Verfügung.
Das Gerät ermöglicht echten Dualband-Empfang und kann beispielsweise zwei VHF- oder zwei UHF-Frequenzen gleichzeitig empfangen.
Zur Ausstattung gehören unter anderem Super-DX, die ASP-Audiosignalverarbeitung, ein grafisches Display und ein microSD-Kartensteckplatz. Bluetooth lässt sich mit optionalem Zubehör ergänzen.
Bei maximaler Senderleistung gibt Yaesu eine Stromaufnahme von ungefähr 11 A auf 144 MHz beziehungsweise 10 A auf 430 MHz an.
Einordnung: Das FTM-150EASP eignet sich für eine leistungsfähige UKW-Heim- oder Mobilstation. Für einen Anfänger, der lediglich erste lokale Kontakte oder Relaisbetrieb ausprobieren möchte, ist ein solches Gerät dagegen nicht zwingend notwendig.
Icom IC-2730E
Das Icom IC-2730E ist ebenfalls ein Dualband-Mobilfunkgerät für 2 m und 70 cm.
Es ermöglicht den gleichzeitigen Empfang zweier Frequenzen und unterstützt dabei auch Kombinationen innerhalb desselben Bandes.
Die europäische Ausführung sendet auf 144 bis 146 MHz und 430 bis 440 MHz. Icom nennt Leistungsstufen von 50 W, 15 W und 5 W sowie eine Versorgungsspannung von 13,8 V.
Beim Senden mit maximaler Leistung beträgt die angegebene Stromaufnahme ungefähr 13 A.
Einordnung: Das IC-2730E ist sinnvoll, wenn regelmäßig von zu Hause oder aus dem Fahrzeug auf 2 m und 70 cm gearbeitet werden soll.
Für gelegentliche Kontakte über ein nahegelegenes Relais reicht häufig bereits ein Handfunkgerät.
Welches Funkgerät für Klasse N?
Die Amateurfunkklasse N ermöglicht in Deutschland einen vergleichsweise einfachen Einstieg in den Amateurfunk.
Sie ist dabei nicht ausschließlich auf UKW beschränkt.
Nach Anlage 1 der Amateurfunkverordnung stehen der Klasse N folgende Bereiche zur Verfügung:
| Amateurfunkband | Frequenzbereich | Maximale Strahlungsleistung |
|---|---|---|
| 10 m | 28–29,7 MHz | 10 W ERP |
| 2 m | 144–146 MHz | 6,1 W ERP |
| 70 cm | 430–440 MHz | 6,1 W ERP |
Wichtig ist die Angabe ERP. Die zulässige Strahlungsleistung ist nicht mit der am Funkgerät eingestellten Senderleistung gleichzusetzen. Mehr Informationen auf der Seite der Bundesnetzagentur.
Antennengewinn und Verluste zwischen Funkgerät und Antenne beeinflussen die tatsächlich relevante ERP.
Welches Funkgerät ist für Klasse N sinnvoll?
Für viele Einsteiger ist ein analoges 2-m-/70-cm-Handfunkgerät die wirtschaftlichste Lösung.
Damit lassen sich erste Erfahrungen mit Frequenzwahl, Rufzeichen, Funkdisziplin, Direktverbindungen und Relaisbetrieb sammeln.
Eine externe Antenne kann später sinnvoll sein, wenn die Verbindungen am eigenen Standort nicht ausreichen.
Wer bereits zu Beginn eine feste Heimstation aufbauen möchte, kann auch ein Dualband-Mobilgerät verwenden.
Darf Klasse N ein 50-W-Funkgerät verwenden?
Die maximale Ausgangsleistung eines Funkgeräts und die zulässige Strahlungsleistung sind zwei unterschiedliche Größen.
Ein Mobilfunkgerät mit beispielsweise 50 W maximaler Senderleistung lässt sich normalerweise auch mit geringerer Leistung betreiben.
Entscheidend ist, dass die für Klasse N zulässige ERP eingehalten wird.
Bei einer externen Antenne mit Gewinn kann deshalb eine deutlich geringere Senderleistung erforderlich sein.
Klasse N und Kurzwelle
Klasse N ermöglicht außerdem Betrieb auf dem 10-m-Band von 28 bis 29,7 MHz.
Dafür wird ein geeignetes Funkgerät mit einer passenden 10-m-Antenne benötigt. Ein gewöhnliches 2-m-/70-cm-Handfunkgerät kann diesen Frequenzbereich nicht für Amateurfunk-Sendebetrieb nutzen.
Ein teurer Allbandtransceiver ist für den Einstieg in Klasse N jedoch keine Pflichtanschaffung.
Die vollständigen Frequenzbereiche der Amateurfunkklassen findest du unter:
Amateurfunk Frequenzen in Deutschland: Bänder, Klassen und Nutzung
Amateurfunk mit kleinem Budget
Für den Einstieg muss nicht sofort eine vollständige Heimstation angeschafft werden.
Wer zunächst lokale Kontakte auf 2 m und 70 cm ausprobieren möchte, kann mit einem geeigneten Handfunkgerät beginnen.
Vor dem Kauf solltest du prüfen:
- Unterstützt das Gerät die gewünschten Amateurfunkbänder?
- Handelt es sich um die für den europäischen Markt vorgesehene Version?
- Sind Akku, Ladegerät und Antenne enthalten?
- Unterstützt das Gerät die gewünschten Betriebsarten?
- Gibt es am eigenen Standort erreichbare Gegenstationen oder Relais?
Gerade der letzte Punkt wird häufig unterschätzt.
Ein leistungsfähiges Funkgerät bringt wenig, wenn die gewünschte Gegenstation aufgrund von Entfernung, Gelände oder ungünstigem Antennenstandort nicht erreichbar ist.
Vor einer größeren Anschaffung kann deshalb auch der Kontakt zu einem örtlichen Amateurfunkverein sinnvoll sein.
Eine ausführliche Übersicht über Prüfungs-, Lizenz- und Ausrüstungskosten findest du hier:
Amateurfunk Kosten: Lizenz, Prüfung und Ausrüstung
Handfunkgerät oder Heimstation?
Beide Varianten haben unterschiedliche Stärken.
| Kriterium | Handfunkgerät | UKW-Heimstation |
|---|---|---|
| Mobilität | sehr hoch | gering |
| Externe Stromversorgung | meist nicht erforderlich | erforderlich |
| Externe Antenne | optional | üblicherweise erforderlich |
| Platzbedarf | gering | höher |
| Installationsaufwand | gering | höher |
| Reichweite | stark standortabhängig | mit geeigneter Antenne häufig besser |
| Anschaffungskosten | meist geringer | meist höher |
Für einen unkomplizierten Einstieg ist das Handfunkgerät häufig die wirtschaftlichere Wahl.
Wer regelmäßig vom gleichen Standort funken möchte, profitiert dagegen oft stärker von einer guten Antennenanlage als von einem besonders teuren Funkgerät.
Kleine UKW-Heimstation zusammenstellen
Eine einfache UKW-Heimstation besteht im Wesentlichen aus:
Funkgerät → Koaxialkabel → Antenne
Zusätzlich benötigt das Funkgerät eine geeignete Stromversorgung.
1. Funkgerät
Ein Dualband-Mobilgerät ermöglicht den Betrieb auf 2 m und 70 cm.
Bei der Auswahl sind Bedienbarkeit, gewünschte Funktionen und geeignete Leistungsstufen wichtiger als eine möglichst hohe maximale Senderleistung.
2. Netzteil
Das Netzteil muss die vom Funkgerät benötigte Betriebsspannung bereitstellen und für dessen Stromaufnahme ausreichend dimensioniert sein.
Die technischen Angaben des Funkgeräteherstellers bilden dafür die Grundlage.
3. Antenne
Für typischen FM-Betrieb auf 2 m und 70 cm wird häufig eine vertikal polarisierte Dualband-Antenne verwendet.
Neben dem Antennentyp beeinflussen insbesondere Montagehöhe, Umgebung und Gelände die möglichen Funkverbindungen.
4. Koaxialkabel
Das Koaxialkabel verbindet Funkgerät und Antenne.
Seine Dämpfung hängt unter anderem von Kabeltyp, Frequenz und Länge ab. Besonders bei längeren Leitungen und auf 70 cm können Kabelverluste erheblich werden.
Deshalb sollte nicht automatisch das dünnste oder billigste Koaxialkabel gewählt werden.
Informationen zur elektrischen Versorgung einer Station findest du außerdem unter:
Kabelquerschnitt und Sicherung richtig berechnen
Praxis-Tipp: Plane zuerst den Antennenstandort und die Kabelführung. Danach lässt sich wesentlich besser entscheiden, welches Funkgerät und welches Zubehör tatsächlich benötigt werden.
Einstieg in die Kurzwelle
Kurzwelle eröffnet andere Möglichkeiten als der klassische lokale UKW-Funkverkehr.
Abhängig von Frequenz, Tageszeit, Ausbreitungsbedingungen und Antennenanlage sind Funkverbindungen über große Entfernungen möglich.
Die Grundausstattung unterscheidet sich allerdings von einer einfachen UKW-Station.
Welche Lizenzklasse wird benötigt?
Die Berechtigungen der Amateurfunkklassen N, E und A unterscheiden sich hinsichtlich der nutzbaren Frequenzbereiche und zulässigen Leistungen.
Klasse N ermöglicht unter anderem Betrieb auf 10 m.
Klasse E eröffnet weitere KW-Bereiche.
Klasse A bietet den umfassendsten Zugang zu den dem Amateurfunkdienst zugewiesenen Frequenzbereichen.
Welche Frequenzen aktuell für deine Lizenzklasse zur Verfügung stehen, solltest du anhand der geltenden Amateurfunkverordnung beziehungsweise unserer aktuellen Frequenzübersicht prüfen.
Was gehört zur KW-Grundausstattung?
Für eine typische KW-Heimstation sind notwendig:
- ein geeigneter Transceiver,
- eine zum gewünschten Frequenzbereich passende Antenne,
- eine geeignete Stromversorgung,
- die erforderliche Speiseleitung und Steckverbindungen.
Ein Antennentuner kann abhängig vom verwendeten Antennensystem sinnvoll oder erforderlich sein.
Eine für den gewünschten Frequenzbereich ausreichend angepasste Antenne benötigt dagegen nicht automatisch einen externen Tuner.
Icom IC-7300
Der Icom IC-7300 ist ein SDR-basierter Transceiver mit Schwerpunkt Kurzwelle und 6 m. Er verfügt unter anderem über Spektrumanzeige und integrierten Antennentuner.
Icom gibt auf den KW-Amateurfunkbändern eine maximale Ausgangsleistung von 100 W an. Bei maximaler Sendeleistung liegt die angegebene Stromaufnahme bei ungefähr 21 A.
Einordnung: Der IC-7300 ist insbesondere für Funkamateure interessant, deren Schwerpunkt auf Kurzwelle liegt.
Beim Neukauf sollte zusätzlich geprüft werden, welche aktuelle Modellgeneration angeboten wird und ob deren zusätzliche Funktionen den jeweiligen Aufpreis rechtfertigen.
Yaesu FT-991A
Der Yaesu FT-991A deckt neben Kurzwelle und 6 m auch 2 m und 70 cm ab.
Er unterstützt unter anderem SSB, CW, AM, FM und C4FM.
Yaesu nennt eine maximale Senderleistung von 100 W auf KW und 6 m sowie 50 W auf 2 m und 70 cm.
Die Versorgung erfolgt mit 13,8 V Gleichspannung. Für den Sendebetrieb auf KW mit maximaler Leistung wird eine Stromaufnahme von ungefähr 23 A angegeben.
Einordnung: Der FT-991A ist interessant, wenn mit einem einzigen Transceiver mehrere Frequenzbereiche und Betriebsarten abgedeckt werden sollen.
IC-7300 oder FT-991A?
Die beiden Geräte richten sich trotz Überschneidungen an unterschiedliche Anforderungen.
| Eigenschaft | Icom IC-7300 | Yaesu FT-991A |
|---|---|---|
| Schwerpunkt | KW / 6 m | KW bis UHF |
| 2 m / 70 cm Sendebetrieb | nein | ja |
| SSB / CW | ja | ja |
| FM | ja | ja |
| C4FM | nein | ja |
| integrierter Antennentuner | ja | ja |
| sinnvoll für | KW-Schwerpunkt | Mehrband-Allmode-Station |
Wer hauptsächlich auf Kurzwelle aktiv sein möchte, benötigt nicht automatisch ein Funkgerät mit zusätzlicher 2-m-/70-cm-Abdeckung.
Wer dagegen nur Platz für einen Transceiver hat und verschiedene Frequenzbereiche sowie Betriebsarten nutzen möchte, kann von einem Allmode-Gerät profitieren.
Wichtig: Die technischen Möglichkeiten eines Funkgeräts bestimmen nicht die eigenen Sendeberechtigungen. Maßgeblich bleiben Lizenzklasse und geltende Frequenznutzungsbedingungen.
Die richtige Antenne auswählen
Die Antenne ist einer der entscheidenden Bestandteile einer Amateurfunkstation.
Ein hochwertiger Transceiver kann die Nachteile einer ungeeigneten oder ungünstig montierten Antenne nicht vollständig ausgleichen.
UKW-Antennen
Für klassischen FM-Betrieb auf 2 m und 70 cm werden häufig vertikal polarisierte Antennen verwendet.
Ein Beispiel ist die Diamond X-30 beziehungsweise X-30N.
Der Hersteller nennt für diese Dualband-Antenne eine Länge von ungefähr 1,3 m, 50 Ohm Impedanz sowie einen Antennengewinn von 3,0 dB auf 144 MHz und 5,5 dB auf 430 MHz.
Je nach Ausführung unterscheidet sich der verwendete Antennenanschluss.
Die X-30 kann damit eine kompakte Lösung für eine UKW-Heimstation darstellen.
Sie ist jedoch nicht automatisch die beste Antenne für jeden Standort.
Gerade bei Klasse N muss der Antennengewinn bei der Betrachtung der zulässigen ERP berücksichtigt werden.
Kurzwellenantennen
Auf Kurzwelle kommen beispielsweise folgende Antennentypen infrage:
- Dipol,
- Endfed-Antenne,
- Vertikalantenne,
- weitere Mehrband- oder resonante Antennensysteme.
Welche Lösung geeignet ist, hängt unter anderem ab von:
- verfügbarer Grundstücksfläche,
- möglicher Aufbauhöhe,
- gewünschten Frequenzbereichen,
- Speisung und Gegengewicht,
- Umgebung und lokalen Störquellen,
- stationärem oder portablem Einsatz.
Ein resonanter Dipol kann für den Einstieg eine technisch einfache und wirtschaftliche Lösung sein, wenn ausreichend Platz vorhanden ist.
Endfed- und Vertikalantennen können bei anderen Platzverhältnissen Vorteile bieten, erfordern je nach Konstruktion jedoch besondere Aufmerksamkeit bei Anpassung, Gegengewicht und Mantelwellen.
Bei fest installierten Außenantennen müssen außerdem die jeweils relevanten Anforderungen an elektrische Sicherheit, Erdung und gegebenenfalls Blitzschutz berücksichtigt werden.
Netzteil und Stromversorgung
Viele Mobil- und Stationsfunkgeräte arbeiten mit einer nominalen Versorgungsspannung von 13,8 V Gleichspannung.
Die zulässige Spannung und maximale Stromaufnahme müssen der Bedienungsanleitung des jeweiligen Funkgeräts entnommen werden.
Ein Netzteil muss deshalb nicht nur die richtige Spannung bereitstellen, sondern auch ausreichend Strom liefern können.
Beispiel: UKW-Mobilfunkgerät
Das Yaesu FTM-150EASP benötigt bei maximaler Senderleistung laut Hersteller ungefähr 11 A auf 144 MHz beziehungsweise 10 A auf 430 MHz.
Beim Icom IC-2730E werden bei maximaler Sendeleistung ungefähr 13 A angegeben.
Ein geeignetes Netzteil muss diese Belastung zuverlässig verkraften können.
Beispiel: 100-W-KW-Transceiver
Beim Icom IC-7300 beträgt die angegebene maximale Stromaufnahme beim Senden ungefähr 21 A.
Beim Yaesu FT-991A werden auf KW bei maximaler Senderleistung ungefähr 23 A angegeben.
Hier muss die Stromversorgung entsprechend leistungsfähiger dimensioniert werden.
Alinco DM-330FXE
Das Alinco DM-330FXE ist ein kompaktes Schaltnetzteil für Funkanwendungen.
Die europäische Version arbeitet mit 230 V Netzspannung und bietet eine einstellbare Ausgangsspannung von 9 bis 15 V.
Alinco gibt 25 A Dauerstrom und maximal 30 A an.
Ein Noise-Offset-Regler ermöglicht es, eventuell auftretende Schaltstörungen frequenzmäßig zu verschieben. Zusätzlich verfügt das Netzteil über Schutzfunktionen gegen Kurzschluss, Übertemperatur und zu hohen Strom.
Einordnung: Mit 25 A Dauerstrom ist das DM-330FXE für viele typische 50-W-UKW-Geräte und auch für zahlreiche 100-W-KW-Transceiver ausreichend dimensioniert, sofern deren maximale Stromaufnahme innerhalb dieser Grenze liegt.
Für ein Handfunkgerät mit eigenem Akku wäre ein solches Stationsnetzteil dagegen unnötig.
Diamond GSV-3000 als Gebrauchtoption
Das Diamond GSV-3000 ist ein älteres lineares Stationsnetzteil mit einstellbarer Ausgangsspannung von 1 bis 15 V.
Die technischen Daten nennen eine Dauerbelastbarkeit von 34 A sowie eine Restwelligkeit von maximal 3 mVpp bei 13,8 V und 30 A.
Mit Abmessungen von etwa 250 × 150 × 240 mm und einem Gewicht von rund 9,5 kg ist das GSV-3000 erheblich größer und schwerer als moderne kompakte Schaltnetzteile.
Einordnung: Für eine aktuelle Neuanschaffung steht das GSV-3000 nicht im Mittelpunkt unserer Empfehlungen. Auf dem Gebrauchtmarkt kann ein technisch einwandfreies Exemplar jedoch interessant sein, wenn bewusst ein klassisches lineares Netzteil gesucht wird.
Schaltnetzteil oder lineares Netzteil?
Beide Konzepte haben Vor- und Nachteile.
Schaltnetzteile sind meist kompakter und leichter. Je nach Konstruktion können jedoch hochfrequente Störungen auftreten.
Lineare Netzteile sind häufig erheblich größer und schwerer, kommen dafür ohne hochfrequente Schaltregler als Arbeitsprinzip aus.
Für die Kaufentscheidung sind daher nicht nur maximale Stromstärke und Preis relevant, sondern auch Platzbedarf, Gewicht und mögliche Störeinflüsse.
Werkzeuge und Messgeräte: Was wird wirklich benötigt?
Amateurfunk bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Selbstbau und Experimentieren.
Für den Einstieg ist jedoch nicht jedes Messgerät erforderlich.
Multimeter
Ein Multimeter ist sinnvoll, wenn an Stromversorgungen, Kabeln oder elektronischen Baugruppen gearbeitet wird.
Damit lassen sich beispielsweise Spannungen und Widerstände messen.
Für den reinen Betrieb eines fertigen Handfunkgeräts ist es keine zwingende Erstanschaffung.
SWR-Meter
Ein geeignetes SWR-Meter kann helfen, die Anpassung einer Antennenanlage zu beurteilen.
Das Messgerät muss zum verwendeten Frequenzbereich und zur auftretenden Leistung passen.
Für ein unverändertes Handfunkgerät mit seiner mitgelieferten Antenne ist ein separates SWR-Meter normalerweise nicht notwendig.
Bei einer selbst aufgebauten oder veränderten externen Antennenanlage ist eine geeignete Überprüfung dagegen sinnvoll.
Antennenanalysator
Ein Antennenanalysator ermöglicht weitergehende Untersuchungen von Antennen und Speiseleitungen.
Besonders beim Antennenbau und bei der Fehlersuche ist er hilfreich.
Für den reinen Einstieg in den Funkbetrieb ist er jedoch optional und kann später angeschafft werden.
Lötstation
Eine Lötstation wird sinnvoll, wenn elektronische Baugruppen, Kabel oder andere geeignete Komponenten selbst hergestellt oder repariert werden sollen.
Wer ausschließlich fertige Funkgeräte und Antennen verwendet, benötigt zunächst keine Lötstation.
Sinnvolles Zubehör
Nicht jedes Zubehör ist notwendig. Einige Erweiterungen können den Funkbetrieb jedoch komfortabler machen.
Kopfhörer
Kopfhörer können bei störender Umgebung oder längeren Funkaktivitäten hilfreich sein.
Externes Mikrofon
Ein externes Mikrofon kann Bedienung und Ergonomie verbessern.
Eine bessere Sprachqualität ist dadurch allerdings nicht automatisch garantiert.
Logbuch
Ein Logbuch ermöglicht die Dokumentation von Funkkontakten.
Dafür können Papier, lokale Software oder entsprechende Online-Dienste verwendet werden.
Computer und digitale Betriebsarten
Für verschiedene digitale Betriebsarten werden ein Computer und eine geeignete Verbindung zum Funkgerät benötigt.
Ein Beispiel ist FT8.
Andere digitale Verfahren wie DMR oder D-Star stellen wiederum andere Anforderungen an Funkgerät und Infrastruktur.
Wer zunächst ausschließlich analogen FM-Sprechfunk betreiben möchte, benötigt diese Technik nicht sofort.
Was Anfänger zunächst nicht kaufen müssen
Gerade beim Einstieg lohnt es sich, notwendige Ausstattung von späteren Erweiterungen zu unterscheiden.
Antennentuner
Ein externer Antennentuner ist nicht automatisch erforderlich.
Ist die Antennenanlage im verwendeten Frequenzbereich bereits ausreichend angepasst, kann er entfallen.
Antennenanalysator
Ein hochwertiger Antennenanalysator lohnt sich besonders dann, wenn regelmäßig Antennen gebaut, verändert oder untersucht werden.
Für erste Funkkontakte ist er keine Voraussetzung.
Lötstation
Wer ausschließlich fertige Geräte und Antennen verwendet, benötigt zunächst keine eigene Lötstation.
Leistungsverstärker
Ein zusätzlicher Leistungsverstärker ist für die typische Einsteigerstation keine sinnvolle Erstanschaffung.
Außerdem sind die durch die eigene Lizenzklasse vorgegebenen Leistungsgrenzen einzuhalten.
Digitales Funkgerät
DMR, D-Star oder C4FM können interessante Betriebsarten sein.
Ein entsprechendes Funkgerät lohnt sich aber nur dann, wenn diese Betriebsarten tatsächlich genutzt werden sollen.
Umfangreiches Zubehör
Ersatzmikrofone, externe Lautsprecher, mehrere Akkus, spezielle Programmierkabel und ähnliches Zubehör können sinnvoll werden.
Sie müssen aber nicht zusammen mit dem ersten Funkgerät gekauft werden.
Die beste Amateurfunk Grundausstattung ist nicht die umfangreichste, sondern diejenige, die zum geplanten Funkbetrieb passt.
Drei Beispielkonfigurationen für den Einstieg
Die folgenden Zusammenstellungen sind keine verbindlichen Einkaufslisten. Sie zeigen, welche Komponenten für typische Einstiegssituationen notwendig, sinnvoll oder optional sind.
1. Günstiger Einstieg mit Klasse N
Ziel: Erste Kontakte auf 2 m und 70 cm.
| Komponente | Einstufung |
|---|---|
| Analoges Dualband-Handfunkgerät | notwendig |
| Akku | notwendig, meist enthalten |
| Handfunkantenne | notwendig, meist enthalten |
| Ladegerät | notwendig, meist enthalten |
| Ersatzakku | optional |
| Externe Antenne | später sinnvoll |
| SWR-Meter | zunächst unnötig |
| Stationsnetzteil | zunächst unnötig |
| Antennenanalysator | zunächst unnötig |
Geeignet für: Einsteiger, die zunächst Erfahrungen mit lokalen Funkkontakten und Relaisbetrieb sammeln möchten.
2. Kleine UKW-Heimstation
Ziel: Regelmäßiger Betrieb auf 2 m und 70 cm.
| Komponente | Einstufung |
|---|---|
| Dualband-Mobilfunkgerät | notwendig |
| Geeignetes Netzteil | notwendig |
| Stationsantenne | notwendig |
| Geeignetes Koaxialkabel | notwendig |
| Passende Steckverbindungen | notwendig |
| Geeignete Absicherung | notwendig |
| SWR-Messmöglichkeit | sinnvoll |
| Antennenanalysator | optional |
| Externer Lautsprecher | optional |
Geeignet für: Funkamateure, die regelmäßig vom gleichen Standort arbeiten und eine geeignete externe Antenne installieren können.
3. Kurzwellen-Heimstation
Ziel: Betrieb auf den durch die eigene Lizenzklasse freigegebenen KW-Bändern.
| Komponente | Einstufung |
|---|---|
| Geeigneter KW-Transceiver | notwendig |
| KW-Antenne | notwendig |
| Stromversorgung | notwendig |
| Speiseleitung und Stecker | notwendig |
| Antennentuner | abhängig von der Antenne |
| SWR-Messmöglichkeit | sinnvoll |
| Computer | optional |
| Antennenanalysator | später sinnvoll |
| Leistungsverstärker | zunächst unnötig |
Geeignet für: Funkamateure, die gezielt Kurzwellenbetrieb aufbauen möchten und über eine passende Antennenmöglichkeit verfügen.
Bei einer KW-Station sollte die Antennenplanung möglichst vor der endgültigen Geräteentscheidung erfolgen.
Amateurfunkgeräte neu oder gebraucht kaufen?
Gebrauchte Amateurfunkgeräte können eine wirtschaftliche Alternative zu Neugeräten darstellen.
Gerade bei etablierten Modellen lassen sich teilweise erhebliche Anschaffungskosten sparen.
Vor dem Kauf sollten allerdings einige Punkte geprüft werden:
- Funktion von Sender und Empfänger,
- Zustand von Bedienelementen und Anschlüssen,
- mögliche technische Modifikationen,
- Lieferumfang,
- Verfügbarkeit von Ersatzteilen,
- bekannte Probleme des jeweiligen Modells,
- Preisabstand zum aktuellen Neugerät.
Bei Handfunkgeräten spielt zusätzlich der Zustand des Akkus eine wichtige Rolle.
Ein günstiger Gebrauchtpreis ist nur dann ein Vorteil, wenn anschließend keine unverhältnismäßigen Reparatur- oder Ersatzteilkosten entstehen.
Auch ältere Stationsgeräte und Netzteile können weiterhin interessant sein. Das zuvor genannte Diamond GSV-3000 ist dafür ein Beispiel: technisch kann ein gut erhaltenes Exemplar weiterhin brauchbar sein, obwohl es nicht mehr zur aktuellen Produktgeneration gehört.
Häufige Fragen zur Amateurfunk Grundausstattung
Welche Lizenz benötige ich für Amateurfunk?
In Deutschland gibt es die Amateurfunkklassen N, E und A.
Sie unterscheiden sich insbesondere hinsichtlich der nutzbaren Frequenzbereiche und zulässigen Leistungen.
Für den eigenständigen Sendebetrieb im Amateurfunkdienst müssen die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sein.
Weitere Informationen:
Welches Funkgerät eignet sich für Klasse N?
Für viele Einsteiger ist ein analoges 2-m-/70-cm-Handfunkgerät eine sinnvolle und vergleichsweise günstige Wahl.
Wer eine feste Station aufbauen möchte, kann auch ein geeignetes Mobilfunkgerät verwenden.
Zusätzlich steht Klasse N das 10-m-Band zur Verfügung. Dafür wird ein entsprechend geeignetes Funkgerät benötigt.
Brauche ich sofort eine Außenantenne?
Nein.
Für erste Kontakte kann die mitgelieferte Antenne eines Handfunkgeräts ausreichen.
Ob eine Außenantenne sinnvoll ist, hängt von Standort, Gelände und den gewünschten Funkverbindungen ab.
Brauche ich ein SWR-Meter?
Nicht grundsätzlich.
Beim Betrieb eines Handfunkgeräts mit seiner vorgesehenen Antenne ist ein separates SWR-Meter normalerweise keine notwendige Erstanschaffung.
Beim Aufbau oder bei Veränderungen einer externen Antennenanlage ist eine geeignete Überprüfung dagegen sinnvoll.
Brauche ich für Kurzwelle einen Antennentuner?
Nicht immer.
Wenn die Antennenanlage im gewünschten Frequenzbereich bereits ausreichend angepasst ist, kann ein zusätzlicher Tuner entfallen.
Bei anderen Antennenkonzepten kann eine Anpassung erforderlich sein.
Kann ich mit einem Handfunkgerät weltweit funken?
Direkte Verbindungen mit einem typischen 2-m-/70-cm-Handfunkgerät sind stark von Standort, Gelände, Antenne und Ausbreitungsbedingungen abhängig.
Über Relaisstationen und vernetzte Systeme sind weiterreichende Kontakte möglich. Diese sind jedoch nicht mit einer direkten Funkverbindung zwischen zwei Handfunkgeräten gleichzusetzen.
Kann ich Amateurfunk ohne Lizenz betreiben?
Der eigenständige Sendebetrieb im Amateurfunkdienst setzt die entsprechende Berechtigung voraus.
Für Interessierte bestehen unter den jeweiligen Voraussetzungen Möglichkeiten des Ausbildungsfunkbetriebs.
Allgemein zugeteilte Funkanwendungen wie PMR446 sind davon zu unterscheiden und gehören nicht zum Amateurfunkdienst.
Was kostet eine Amateurfunk Grundausstattung?
Das hängt stark vom gewünschten Einstieg ab.
Ein Handfunkgerät für erste UKW-Kontakte ist wesentlich günstiger als eine komplette KW-Heimstation.
Bei einer festen Station müssen neben dem Funkgerät insbesondere Antenne, Stromversorgung, Kabel, Steckverbinder und gegebenenfalls Montage berücksichtigt werden.
Eine ausführliche Übersicht findest du hier:
Amateurfunk Kosten: Lizenz, Prüfung und Ausrüstung
Fazit: Die richtige Grundausstattung wächst mit den Anforderungen
Für den Einstieg in den Amateurfunk ist keine umfangreiche Station notwendig.
Ein geeignetes Handfunkgerät kann bereits ausreichen, um erste Erfahrungen auf 2 m und 70 cm zu sammeln. Gerade für Einsteiger mit Klasse N ist das häufig der einfachste und wirtschaftlichste Start.
Wer regelmäßig von zu Hause funken möchte, sollte anschließend vor allem die Antennenmöglichkeiten prüfen. Bei einer festen UKW-Station sind Antenne, Koaxialkabel und Stromversorgung mindestens ebenso wichtig wie das Funkgerät selbst.
Auf Kurzwelle steigen die Anforderungen an Antennenplanung und Stationsaufbau. Hier sollte deshalb möglichst zuerst geklärt werden, welche Bänder genutzt werden sollen und welche Antenne am eigenen Standort realisierbar ist.
Eine sinnvolle Amateurfunk Grundausstattung wächst Schritt für Schritt:
Notwendiges zuerst kaufen, praktische Erfahrungen sammeln und anschließend gezielt erweitern.
So vermeidest du unnötige Ausgaben und baust eine Station auf, die tatsächlich zu deinen Interessen und Möglichkeiten passt.




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